Plesiosaurier Kirin
Episode 67 - Ein turbulentes Wochenende
Manchmal überrascht Sailor Moon mit Folgen, die sich wie kleine Abenteuerfilme anfühlen – losgelöst von der Hauptstory, aber voller Herz. Episode 67 gehört genau zu diesen besonderen Momenten: eine einsame Insel, ein unerwartetes Feriengefühl und eine Begegnung, die fast schon unglaublich wirkt. Chibiusa trifft auf ein geheimnisvolles Meereswesen, das zugleich fremd und vertraut erscheint – und plötzlich öffnet sich ein Fenster in eine Welt, in der vielleicht doch noch urzeitliche Wesen im Verborgenen leben. Diese Seite fasst die Episode zusammen und widmet sich anschließend Kirin, dem jungen Plesiosaurier, der viele Fans bis heute fasziniert.
Folgenzusammenfassung
Rei zieht sich auf eine einsame Insel zurück, um zu meditieren – doch Usagi, Ami, Makoto, Minako und Chibiusa folgen ihr kurzerhand und verwandeln das Ganze in einen spontanen Strandurlaub. Während die Mädchen spielen, entdeckt Chibiusa im Meer ein langhalsiges Wesen, das jedoch sofort wieder verschwindet.
Als sie später beleidigt davonschwimmt, gerät sie in Gefahr und wird von genau diesem Wesen gerettet: einem jungen Plesiosaurier, den sie "Kirin" tauft. Die beiden freunden sich an und verstecken sich in einer Höhle, wo Chibiusa Kirins Verletzung versorgt.
Doch der Vulkan der Insel bricht aus. Die Senshi spüren, dass Chibiusa in Gefahr ist, und eilen ihr zu Hilfe. Gemeinsam befreien sie Kirin und seine Mutter aus der verschütteten Höhle, bevor die Lava sie erreicht. Am Ende verabschiedet sich Chibiusa von den beiden Meeresreptilien, die friedlich neben dem Boot auftauchen, bevor sie im Ozean verschwinden.
Was ist ein Plesiosaurier?
Plesiosaurier waren keine Dinosaurier, sondern Meeresreptilien, die zur Zeit der Dinosaurier lebten. Sie existierten vom frühen Jura bis zum Ende der Kreidezeit – also ungefähr von 201 bis 66 Millionen Jahren vor heute. Typisch für sie: ein langer Hals, ein kompakter Körper und vier kräftige Flossen. Sie jagten Fische und Tintenfische und waren hervorragende Schwimmer. Ihr bekanntester "Popkultur‑Verwandter" ist die Legende um Nessie, das angebliche Seeungeheuer von Loch Ness – weshalb Plesiosaurier oft als geheimnisvolle Überlebende dargestellt werden.
Warum tauchen sie so oft in Medien auf?
Plesiosaurier sind ein perfekter Mix aus prähistorisch, mystisch und freundlich genug, um in Geschichten nicht automatisch als Monster zu wirken. Gerade in den 80er/90er‑Jahren liebten Anime und Filme (z.B. Coo, der Dino aus dem Meer - 1993) solche Episoden: ein verborgenes Urzeitwesen, ein Kind, das Freundschaft schließt, und ein bittersüßer Abschied. Episode 67 folgt genau diesem Muster – allerdings ohne Gegner, was sie innerhalb von Sailor Moon R einzigartig macht.
Warum passt Kirin so gut zu Chibiusa?
Chibiusa ist in dieser Staffel oft einsam, unsicher und sucht nach Zugehörigkeit. Kirin spiegelt das: ein verletztes, verirrtes Wesen, das jemanden braucht, der es sieht und schützt. Ihre Freundschaft ist deshalb einer der emotionalsten Momente der Folge – und erklärt, warum viele Fans Kirin nie vergessen haben.









